Konzept
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KONZEPT

Rettet den Schmiedsee

Der Schmiedsee e.V.


kreislauf.jpg Hauptproblem aller Gewässer ist die Überdüngung mit Phosphat und Nitrat, sowie der ständige Eintrag von organischer Masse. Dies führt zwangsläufig zu starkem Algenwachstum und massiver Schlammbildung, was bedeutet: Jedes Gewässer wird irgendwann zu Land!

So, oder so ähnlich verhält es sich auch mit dem Schmiedsee!

Der Zustand des Schmiedsees hatte sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert, der Algenwuchs war massiv und die Verlandung der Uferbereiche hatte sichtbare Ausmaße angenommen.

Um diese Entwicklung nachhaltig zu stoppen bzw. umzukehren, hat sich im April 2010 der Schmiedsee e.V. gegründet. Die Aufgabe des Vereins ist recht einfach: Die Erhaltung des Schmiedsees in seiner natürlichen Art und Weise!
In Zusammenarbeit mit unserem Vereinsmitglied Harald Huber (ein Diplom-Biologe aus Maitenbeth) haben wir ein Konzept erarbeitet, das im Prinzip drei Ziele verfolgt:

  1. Abbau vorhandener organischer Masse
  2. Reduzierung des Eintrags organischer Masse
  3. Reduzierung des Phosphat- und Nitrat-Gehalts im Wasser

 

Ziel 1 – Abbau vorhandener organischer Masse

Der vorhandene Schlamm muss abgebaut werden um eine Verlandung des Sees zu verhindern. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Wir haben uns für eine sehr sanfte und biologische Art und Weise entschieden: der Schlammabbau erfolgt durch Mikroorganismen, also Bakterien, die wir außerhalb des Sees in einem sog. Fermenter züchten und dem See in regelmäßigen Abständen zuführen. Dieses Prinzip wird bereits erfolgreich in Kläranlagen angewandt und wird auch bei uns zum Erfolg führen. Langsam, dafür aber stetig und sanft, ohne Nachteile für die Flora und Fauna.

 

Ziel 2 – Reduzierung des Eintrags organischer Masse

C:\Users\Andrea\Documents\Schmiedsee e.V\Bilder\2011_Juni\P1000342.JPGDer Schmiedsee ist relativ stark mit Algen und anderen Wasserpflanzen bewachsen. Diese sterben im Winter ab, verrotten und werden zu Schlamm, der sich am Boden des Sees absetzt.
Um das zu verhindern, wird jedes Jahr im Herbst der Bewuchs im See und im nahen Uferbereich entfernt und gelangt somit nicht mehr in den See. Ein weiterer Vorteil daraus ist, dass somit dem See auch Nährstoffe entzogen werden, die wiederum dem Ziel 3 zugutekommen.
Erster und wahrscheinlich wichtigster Erfolg ist hier die „Freispühlung“ der Quellen im See zu nennen. Diese sind auch wahrscheinlich für die Erholung des Wasserspiegels verantwortlich.

Das Mähboot im Einsatz

  


Ziel 3 – Reduzierung des Phosphat- und Nitrat-Gehalts

Sind die Nährstoffe im See zu hoch, ist kein Leben im See mehr möglich und das Gewässer kippt um. Ziel 1 und Ziel 2 unterstützen als Nebeneffekt bereits den Abbau von Phosphat und Nitrat im See. Zusätzliche wird hier jedoch noch eine weitere natürliche Kläranlage installiert. Am Nordost-Ufer des Sees soll eine Schilfbank entstehen, die auf natürliche Art und Weise dem See Nährstoffe entzieht.

 

Ergebnis

Nicht nur dass sich der See optisch stark zum Positiven gewandelt hat – er sieht derzeit wirklich gut aus – es haben sich auch die „inneren“ Werte deutlich verbessert. So kommt der See durch die höhere Schüttung der Quellen, der Reduzierung der Makrophyten und den anderen Maßnahmen wieder besser mit den Nährstoffmengen zurecht. Es tritt keine so starke Sauerstoffzehrung in der Nacht mehr auf und dadurch verstärkt sich auch insgesamt der Stoffumsatz im See und damit der Abbau der Nährstoffe.

Die Natur hat im See also wieder die Arbeit in die richtige Richtung aufgenommen!
Wir wollen sie dabei weiter unterstützen!
Sie auch? Dann werden Sie Mitglied oder spenden Sie – einfach Blatt wenden!

Vielen Dank.